Tag des Offenen Denkmals

11. September 2022
KulturSpur. Ein Fall für den Denkmalschutz

Der Tag des offenen Denkmals® ist die größte Kulturveranstaltung Deutschlands. Seit 1993 wird sie von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten steht, bundesweit koordiniert. Mit diesem Tag schafft die Deutsche Stiftung Denkmalschutz große Aufmerksamkeit für die Denkmalpflege in ganz Deutschland. Unter dem Motto „KulturSpur. Ein Fall für den Denkmalschutz“ haben wir als Verein Kultur im Klostergarten Ilbenstadt e.V. zusammen mit der OEKOGENO SWH e.G. sowie in Kooperation mit dem Geschichtsverein Niddatal e.V. und freundlicher Unterstützung des Orgelfördervereins und der Katholischen Pfarrgemeinde Ilbenstadt den Tag in Niddatal gestaltet.

Rund um den Erhalt der historischen Wirtschaftsgebäude des ehemaligen Klosters in Ilbenstadt und der damit verbundenen Restaurierung der Dachkonstruktion des Kutscherhauses, informierte Joerg Weber, Regionalleiter OEKOGENO SWH e.G. in den Inforäumen der OEKOGENO im Pächterhaus, wo Kaffee und selbst-gebackener Kuchen zum Verweilen einluden. Die Restaurierung des Daches erfolgt Dank der Förderung durch die Deutsche Stiftung DenkmalschutzLandschaftsgärtner Matthias Dorsch, Vorstand Kultur im Klostergarten Ilbenstadt e.V.,  gab Einblicke in die Pläne zur Revitalisierung des ehemaligen Klostergartens und zu den ersten Arbeiten im Garten, die Dank Förderung durch die Deutsche Postcode Lotterie in diesem Jahr begonnen haben.

Unter dem Titel „Das barocke Klosterensemble rund um den Klostergarten und seine Zeit“ führte Thomas Lummitsch vom Geschichtsverein Niddatal auf dem Vorplatz der Basilika in die Historie der Prämonstratenser in Ilbenstadt ein. Durch die Basilika Maria, St. Petrus und Paulus, die die Reliquien des heiligen Gottfried beherbergt, führte Johannes Braun, Küster in der katholischen Pfarrgemeinde Ilbenstadt. 

Höhepunkt des Nachmittags war das Anspiel der Onymusorgel vom Organisten und Kirchenmusiker Thomas Wilhelm. Als Lehrbeauftragter für Orgelkunde an der Hochschule für Kirchenmusik Heidelberg und Orgel- und Glockensachverständiger im Zentrum Verkündigung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau ist Thomas Wilhelm ein ausgewiesener Kenner der Ilbenstädter Onymusorgel, die im Zuge der Barockausstattung der Basilika vom Mainzer Orgelbauer Johann Onymus 1735 erbaut wurde. Nach aufwendiger Gesamtrestaurierung des Instruments unter denkmalpflegerischen Maßstäben und mit Hilfe der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, ist die Onymusorgel seit 2021 wieder spielbar. Sie ist das einzige erhaltene Werk des Orgelbauers und gilt daher als ein wichtiges Dokument des barocken Mainzer Orgelbaus.

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Onymusorgel von 1735

Mehr zum bundesweiten Aktionstag:
www.tag-des-offenen-denkmals.de

RÜCKBLICK

2021

12. September

Musikalische Intermezzi

Unter dem Motto „Sein und Schein – in Geschichte, Architektur und Denkmalpflege“ des deutschlandweiten Aktionstages der deutschen Stiftung Denkmalschutz präsentierte sich unser neu gegründeter gemeinnütziger Verein Kultur im Klostergarten Ilbenstadt erstmals der Öffentlichkeit.

Die vielen Interessierten begrüßte Niddatals Bürgermeister Michael Hahn. Die Architekten Alexandra Vydra und Gustav Jung gaben Führungen zu den den historischen Altbauten des Wirtschaftshofes des ehemaligen Klosters und Reinhard Schwarz vom Geschichtsverein Niddatal zur Basilika, dem Wetterauer Dom.

Außerdem stellten Sigrid Trippel, Matthias Dorsch und Joerg Weber vom Verein unsere Ideen und ersten Entwürfe für die Revitalisierung des ehemaligen Klostergartens als solidarischer Stadtteilgarten vor.